Umwelt / Gesundheit: Forschungsleistung durch Preise ausgezeichnet

Anlässlich der Preisverleihung 2018 zeichnete die Air Liquide-Stiftung zwei Forschungsprojekte in Zusammenhang mit den Aufgabengebieten Umwelt und Gesundheit aus. Das erste Projekt unter der Leitung von Dr. Cyril Marchand, einem Geochemiker am Forschungsinstitut für Entwicklung IRD, studiert die Kapazitäten von Mangrovenwäldern als CO2-Speicher. Das zweite Projekt unter Leitung von Prof. Dinh-Xuan der Universität Paris Descartes befasst sich mit einer seltenen Krankheit, die eine Lungenentzündung hervorruft. Sprechen wir nun über diese beiden von der Stiftung unterstützten Projekte.

Umwelt-Preis für die Untersuchung von Mangrovenwäldern

Das Forschungsinstitut für Entwicklung hat ein internationales Beobachtungsnetz für den Schutz dieses speziellen Ökosystems eingerichtet. „Wir haben drei Länder ausgewählt – Neuseeland, Neukaledonien und Vietnam -, um Zugang zu drei unterschiedlichen Klimazonen und Arten von Biodiversität zu haben“, betont Cyril Marchand. Der Forscher gibt an, dass „die Mangrovenböden 10 bis 20 mal so viel Kohlenstoff – und somit CO2 in organischer Form – aufnehmen können wie ein klassischer Wald, da die Böden mit Wasser getränkt sind.“

Das Projekt in Vietnam, das von der Jury ausgezeichnet wurde, soll Entwicklungsszenarien der Mangroven in Can Gio bestimmen, um kommende Klimaveränderungen besser vorhersehen zu können. Es bezieht lokale Forscher mit ein, die von Cyril Marchand ausgebildet werden, um die CO2-Flüsse und -Konzentrationen in den verschiedenen Schichten der Mangroven zu analysieren. Die Messinstrumente wurden von der Air Liquide-Stiftung finanziert und anschließend in den Mangroven installiert, um ohne Unterbrechung den CO2-Austausch zwischen der Atmosphäre und dem Ökosystem messen zu können.

Das Wort des Schirmherrn

Durch die Unterstützung der Stiftung konnte der Weg zur Erlangung wissenschaftlicher Daten geebnet werden, mit denen dieses Ökosystem verstanden und vietnamesische Studenten ausgebildet werden können.

Tracey Jacksier

Tracey Jacksier

Global Technology Director,
Forschungs- und Technologiezentrum von Air Liquide in Delaware,
USA


Gesundheitspreis für die Erforschung einer seltenen Krankheit

Die Universität Paris Descartes arbeitet aktiv an der Prävention der systemischen Sklerose, einer Autoimmunkrankheit, die sich durch eine fortschreitende Fibrose der Haut und mehrerer innerer Organe, darunter der Lunge, äußert. „Es gibt keine heilende Behandlung“, erläutert Prof. Dinh-Xuan, Leiter des Forschungsprojekts im Krankenhaus Cochin, der in diesem Projekt eine echte Herausforderung sieht. „Das Ziel unserer Arbeit ist die Entdeckung des Lungenbefalls im Frühstadium der Fibrose, wenn sie noch umkehrbar ist. Das Vorhandensein von Stickstoffmonoxid in der ausgeatmeten Luft eines Patienten ist ein Beweis für die Lungenentzündung“, erklärt Prof. Dinh-Xuan. Mit einer Früherkennung können Patienten, die unter der systemischen Sklerose leiden, so früh wie möglich behandelt werden. Die Air Liquide-Stiftung finanzierte die Anschaffung für die Forschungsarbeit notwendiger Moleküle sowie eines Messgeräts, das die Konzentration von Stickstoffmonoxid in der ausgeatmeten Luft bestimmt.

Das Wort des Schirmherrn

Das Forschungsteam hat außerordentlich innovative Arbeit im Bereich einer seltenen und schweren Krankheit geleistet.

Marc Lemaire

Marc Lemaire

International Senior Expert,
F&E, Air Liquide Santé International,
Forschungszentrum Paris-Saclay